VHS OÖ 05.März 2019 Region Braunau

Wo nur die Wiege stand

Buchpräsentation von Ludwig Laher im VAZ Braunau

Dienstag, 9. April 2019, 19.00 Uhr,  
Veranstaltungszentrum Braunau, Salzburgerstraße 49b

Veranstalter: Volkshochschule Braunau

Über Einladung der Volkshochschule Braunau präsentiert der Schriftsteller Ludwig Laher aus St. Pantaleon sein neues Buch „Wo nur die Wiege stand – über die Anziehungskraft früh verlassener Geburtsorte“.

Was verbindet Adolf Hitler und Papst Benedikt XVI?
Ihre Geburtshäuser standen kaum 15 km voneinander entfernt auf beiden Seiten des Inn. Ihre Väter arbeiteten beim Zoll bzw. bei der Gendarmerie und wurden häufig versetzt. Mit den Eltern verließen die beiden kleinen Buben ihre Geburtsorte im Alter von drei bzw. zwei Jahren auf Dauer. Der hat doch nur die Windeln hier gefüllt, klagt man in Braunau. Der hat Gott sei Dank die Windeln hier gefüllt, freut man sich in Marktl.

Der nachdenkliche und doch unterhaltsame Streifzug durch Geburtshäuser und -orte führt den Essayisten nach Ulm (Albert Einstein), Wunsiedel (Jean Paul), Klagenfurt (Robert Musil), Augsburg (Bert Brecht), Eisleben (Martin Luther), Eisenach (Johann Sebastian Bach), Tscherniwzi /Czernowitz (Paul Celan), Texing (Engelbert Dollfuß), Zamość (Rosa Luxemburg) oder Münchenbuchhausen (Paul Klee).

Wie geht man jeweils um mit den Geburtsstätten sogenannter Prominenter (leider meist Männer), die objektiv so gut wie keine Spuren am Ort hinterließen? Was hat es mit der häufig behaupteten Aura solcher Plätze auf sich? Diesen und anderen Fragen geht der – wie immer bei Ludwig Laher – exakt recherchierte Text auf den Grund. Virtuos verknüpft er (Zeit-)Geschichte und Gegenwart, klaubt er Behauptetes und Tatsächliches säuberlich auseinander und kommt dabei manchmal zu überraschenden Einsichten.

Es wird ein Buch präsentiert, dass sich lehrreich und spannend zugleich, ja gelegentlich mit Passagen, bei denen man lachen darf und muss, einem besonders für Braunau brisantem Thema nähert. Man darf sich auf eine interessante Präsentation und Diskussion freuen.

Foto: Ludwig Laher privat