Vortrag "Hacktivism - virtueller Aktivismus als Bedrohung der Demokratie"

Kursinhalt

Wie soll man mit Hackern umgehen, die die Webseite des Wiener Korporationsrings verändern, sodass sie ein salutierendes Pony zeigt? Was macht man mit Hackern, die in Datenbanken der AK vor deren Wahl eindringen? Sind das kriminelle Hackerangriffe oder handelt es sich dabei um aktivistischen (Online-)Protest? Das Phänomen Hacktivism - die Fusion von Hacking und Aktivismus - ist bislang nur einer interessierten Öffentlichkeit bekannt. Die Verwendung des Internets, um politisch motivierte Ziele auf eine proaktive und progressive Art und Weise zu erreichen, wird unterschiedlich qualifiziert. Dahinter steht die (rechtliche) Herausforderung, wie man mit diesen virtuellen (Protest-)Formen umgehen soll. Diese Grauzone hat in Österreich eine Diskussion ausgelöst: Wo hört Meinungsfreiheit auf und wo fangen strafbare Äußerungen an? Welche Grenzen existieren für das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung? Wie ist Meinung überhaupt definiert? Wie soll man mit hate speech in diesem Zusammenhang umgehen und müssen schockierende, verstörende und verletzende Meinungen in einer demokratischen Gesellschaft akzeptiert werden? Welche Rolle spielt eine freie politische Debatte in einer demokratischen Gesellschaft? Und brauchen wir Protest und Auseinandersetzung für die Weiterentwicklung der Demokratie? Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Themenschwerpunktes Gemma Demokratie des EB Forum OÖ statt.